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Wie läuft eine Behandlung mit Pulslicht ab?


Zunächst wird aufgetragenes Make-up etc. überall dort entfernt, wo behandelt werden soll. Diese Farbpigmente würden sonst vom intensiven Lichtimpuls verbrannt und könnten in die Haut eindringen, als eine Art nicht gewünschte permanente Pigmentierung.


Dann werden die Haare im Behandlungsareal rasiert. Das Ziel der Behandlung besteht darin, unerwünschte Körperhaare dauerhaft zu entfernen. Dazu müssen die für das Wachstum verantwortlichen Zellen im Bereich der Haarzwiebeln zerstört werden. Das über der Hautoberfläche gewachsene, sichtbare Haar würde vom Licht­impuls verbrannt. Das Haar scheint dann zwar entfernt, wächst aber wieder nach.  Die Energie des Lichtimpulses soll nicht zum Ver­brennen der Haare verschwendet werden, sondern in den Haarfollikel tiefer in der Haut treffen.


Bevor das Handstück mit seiner Behandlungsfläche (Saphir-Kristall) auf die Haut aufgesetzt wird, wird diese dünn mit einem transparenten Aqua-Gel bestrichen. Dieses hat in erster Linie die Auf­gabe, die unebene, strukturierte Haut an ihrer Oberfläche optisch an die plane Applikatorfläche anzugleichen, damit die Energie des Lichtimpulses optimal mit minimalen Reflexionsverlusten in die Haut eindringen kann.



Wie viele Behandlungen sind erforderlich?


In einer einzelnen Behandlung können niemals alle unerwünschten Haare entfernt werden. Haare wachsen in Zyklen: Der größere Teil der Haare ruht (telogene Phase), nur ein Teil befindet sich im Wachstum (anagene Phase). Grundsätzlich können durch Photoepilation nur die Haare in der anagenen Phase entfernt werden. Deren Anteil ist über den Körper verteilt unterschiedlich und beträgt zwischen 10% bis etwa 50% der gesamten Haare in einer Region. Auch die Wachstumsdauern in den einzelnen Phasen sind unterschiedlich je nach Region, diese Perioden betragen zwischen etwa 4 und 24 Wochen. Je nach Körperregion sind deshalb durchschnittlich 4 bis 8 Behandlungen erforderlich. Zwischen den einzelnen Sitzungen sollte zudem eine Pause von etwa 4 Wochen bei Behandlungen im Kopfbereich, mindestens 6 bis 12 Wochen und länger am Körper liegen. Das alles hat nichts mit den eingesetzten Geräten zu tun, sondern liegt allein in der Physiologie des menschlichen Haarwuchses begründet.



Wie funktioniert Pulslicht?


Pulslicht-Systeme (IPL) sind keine Laser. Die Lichtquelle ist eine hochenergetische Xenon Blitzlampe. Aus dem emittierten Licht der Blitzlampe wird – je nach Anwendung – der spektrale Anteil unterhalb von bestimmten Grenzwellenlängen herausgefiltert, der andernfalls unerwünschte Nebenwirkungen erzeugen würde. In jedem Fall wird kein UV-Licht auf die Haut übertragen. Die gesamte Behandlungsfläche im Kontakt mit der Haut wird durch ein in das Gerät integriertes, umweltfreundliches PELTIER Kühl­system aktiv gekühlt. Eine zusätzliche externe Kühlung ist deshalb nicht erforderlich. Die Wasserstrecke vor der Blitzlampe filtert zudem den langwelligen Infrarot-Anteil über etwa 1.000 nm heraus, der andernfalls im Gewebswasser der Haut absorbiert würde. Die potenziell schädlichen Nebenwirkungen herkömmlicher, luft­gekühlter Systeme werden somit sicher vermieden. Die spezielle Lampentechnologie mit doppelter Filterung und Wasserkühlung machen die von uns eingesetzten IPL Systeme so wirkungsvoll und gleichzeitig schonender.



Was kostet die Behandlung?


Die Kosten einer Behandlungssitzung richten sich nach der Größe des behandelten Areals und dem erforderlichen Zeitaufwand.

Typische Werte liegen etwa zwischen 30,– und 300,– Euro je Sitzung, Beratungen sind kostenlos.



Ist die Behandlung schmerzhaft?


Photoepilation mit modernen Pulslichtsystemen ist – verglichen mit Wachsenthaarung, Epilationslasern oder luftgekühlten IPL Systemen – schmerzarm und gut verträglich. Ein Prickeln oder Pieksen und ein Wärmegefühl sind beim Lichtpuls allerdings zu spüren.


Der Saphir-Kristall, das bedeutet die Behandlungsfläche des Handstücks, wird einstellbar bis unter 0° gekühlt. Damit kann vor, während und vor allem nach jedem applizierten Blitz das behandelte Haut­areal im Bereich der gesamten Kontaktfläche gekühlt werden. Diese Kühlung und die spezielle Technologie der verwendeten Hand­stücke sind die Gründe für eine sanfte, nicht schmerzhafte Haarentfernung mit den von uns eingesetzten Systemen.




Was passiert nach der Behandlung?


Die Haare im behandelten Gebiet fallen erst nach rund 8 bis 14 Tagen aus, wenn der koagulierte Bereich der HaarzwiebeI, die sich je nach Körperregion etwa 1 mm bis 5 mm tief in der Haut befindet, keinen Halt mehr bietet. In der behandelten Region wachsen allerdings andere Haare nach, die sich zunächst in der telogenen Ruhephase befanden und erst nach und nach in die anagene Wachstums­phase eintreten. Diese Haare sollten weder gezupft noch mit Wachs oder anderen Methoden entfernt werden, sonst fehlen für folgende Behandlungen die Ziele. Unerwünschte Haare dürfen allerdings rasiert werden, so oft man es für notwendig hält. Durch Rasieren entstehen nicht noch mehr Haare – dies ist nur ein hartnäckiges Märchen!




Welche Verhaltensregeln sind zu beachten?


Grundsätzlich ist die Haarentfernung mit modernen IPL Systemen schonend und hindert in keiner Weise daran, sämtliche Aktivitäten in Beruf und Freizeit problemlos auszuüben. Eingeschränkt werden müssen allerdings Besuche im Solarium bzw. natürliche Sonnen­bäder für etwa 3 Wochen vor und nach jeder Behandlung. Durch die zusätzliche Belastung der Haut mit UV-Strahlung und eine Bräunung wird das Risiko für Nebenwirkungen (Sonnenbrand, Pigmentverschiebungen) erhöht.


Bei der Behandlung größerer Hautpartien ist von Sonnenbaden und Solarium gänzlich abzuraten, kleinere Partien können sehr gut durch einen Sonnenblocker mit entsprechend hohem Schutz (LSF 50+) abgedeckt werden.




Welche Nebenwirkungen können auftreten?


Nebenwirkungen sind bei korrekter Anwendung des IPL Systems und sorgfältiger Einstellung der Behandlungsparameter selten. Abhängig vom Hauttyp und den gewählten Einstellungen kann im behandelten Gebiet trotzdem eine Rötung auftreten, gelegentlich auch eine leichte Schwellung. Diese Symptome verschwinden in der Regel schnell von selbst. Die Kühlung der be­troffenen Hautareale lindert evtl. aufgetretene Nebenwirkungen.


Sehr selten werden heftigere Reaktionen beobachtet, grundsätzlich möglich bis hin zu Verbrennungen. In deren Folge können Hypo- oder Hyperpigmentierungen auftreten, die Haut also nach der Behandlung partiell heller (oder dunkler) erscheinen. Diese Flecken bilden sich im Lauf der Zeit von selbst zurück. Fast immer liegt die Ursache für die beschriebenen Probleme darin, dass vor oder nach der Behandlung Sonnenbäder ohne entsprechend hohen Lichtschutz der betroffenen Körperregionen genommen wurden oder dass durch die Einnahme bestimmter Medikamente eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut hervorgerufen wurde.



Wie dauerhaft ist die Haarentfernung?


100% Haarreduktion bis zum Lebensende kann keiner versprechen. Nach einer Serie gut durchgeführter Behandlungen sollten bis etwa 90% der Haare entfernt sein – und zwar wirklich dauerhaft, weil die Stammzellen im Bereich der Haarpapille zerstört werden, aus denen dann keine Haare mehr wachsen können. Dies lässt sich histologisch (in Gewebsschnitten) nachweisen. Dazu liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien vor. Die Reduktion der unerwünschten Haare nach einem Jahr liegt bei 70% bis 95%: Für die Betroffenen ein ästhetisch sehr gutes Ergebnis. Haare, die sich später vielleicht doch noch zeigen, sind in aller Regel deutlich heller und dünner, stören also weniger. Mit wenigen Sitzungen u. U. einige Jahre nach den Erstbehandlungen ist auch dieses kleine Problem lösbar und man kommt dem Ziel einer voll­­stän­digen, permanenten, dauerhaften Haarentfernung sehr nahe.



Welche Erfahrungen liegen vor?


Unsere Partner bzw. die Hersteller der von uns eingesetzten IPL Systeme verfügen über jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der Photoepilation, sowohl mit Epilationslasern, als auch bereits über 10 Jahre mit unterschiedlichenm IPL Systemen, in Deutschland und in der ganzen Welt. Enge Zusammenarbeit mit führenden ästhetischen Zentren sowie ausführliche Schulungen der Anwender/-innen gewährleisten kompetente Beratung und langfristig erfolgreiche Behandlungsergebnisse.



Wie lange dauert eine Behandlung?


Vergleichsweise große Behandlungsflächen von einigen cm2 in einem einzigen Puls und rasche Pulsfolgen, ermöglichen selbst ausgedehnte Hautareale (z.B. Beine, Rücken) zügig und wirtschaftlich zu behandeln. Eine Behandlung dauert zwischen wenigen Minuten (z.B. für Kinn, Oberlippe) und etwa 20 bis 30 Minuten (z.B. für ein Bein).



Wer kann behandelt werden?


Grundsätzlich können alle Frauen und Männer behandelt werden, deren unerwünschte Haare pigmentiert sind, also von blond bis schwarz. Völlig unpigmentierte, weiße Haare lassen sich nicht durch Photoepilation entfernen, weder mit IPL noch mit Laser-Systemen. Auch die hellen Flaumhärchen (Vellushaare) lassen sich nicht dauerhaft entfernen. Einschränkungen sind hinsichtlich des Hauttyps (Fitzpatrick Typen I bis V) zu beachten. Die Haut sollte nicht zu dunkel sein.


Beispiele für Behandlungsareale sind:

• Oberlippe

• Hände

• Füße

• Kinn

• Bikinilinie

• Beine

• Wange

• Intimzone

• Schultern

• Gesicht

• Gesäß

• Rücken

• Achseln

• Unterschenkel

• Brust

• Unterarme

• Oberschenkel

• Bauch

• Oberarme